Bedarfsermittlung vor dem Möbelkauf

Polstermöbel werden im Durchschnitt vier Stunden pro Tag benutzt. Legt man pro Woche nur 6 Tage zugrunde, errechnet sich eine Sitzdauer von unglaublichen 1248 Stunden pro Jahr. Über viele Jahre hinweg sollen Polstermöbel hohe Gewichtsbelastungen, Scheuerbewegungen und andere Einflüsse wie Licht, Wärme, Staub usw. aushalten, möglichst ohne dass sie dabei ihre Funktions- und Gebrauchstauglichkeit verlieren. Hier wird deutlich, wie wichtig gute Qualität bei Polstermöbeln ist, vor allem, was die „Inneren Werte“ betrifft.

Trotzdem werden Sofas und Sessel überwiegend nach optischen und preislichen Gesichtspunkten gekauft - was sich hinterher oft als teuerer Fehler erweist. Mit guter Planung und „Probesitzen“ im Möbelhaus lassen sich jedoch solche Fehlkäufe vermeiden.

Vor dem Besuch im Möbelhaus sollte geklärt sein, welche Anforderungen die Polstermöbel erfüllen sollen:

Überlegen Sie sich auch, wie viel Geld Sie ausgeben möchten. Bei begrenztem Budget werden Sie Prioritäten setzen müssen: Wie wichtig ist Ihnen tolles Design oder eine bestimmte Marke? Dafür werden Sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Wenn Sie nicht alle paar Jahre etwas neues kaufen wollen, sondern Ihre Möbel als langfristige Anschaffung betrachten, sollten Sie nur qualitativ hochwertige Produkte kaufen.

Je nach Haushalt und Benutzungsgrad sollte ein Kompromiss gefunden werden zwischen Gebrauchsnutzen (Strapazier- und Gebrauchsfähigkeit, Lebensdauer) sowie Geltungsnutzen (Eleganz, Marke, Schönheit, Mode).

Entscheidend bei Polstermöbeln ist der Sitzkomfort, deshalb sollten sie ausführlich im Möbelhaus probesitzen. Jeder Mensch hat einen anderen Körperbau und ein anderes Körperempfinden. Optisch ähnliche Polstermöbel haben oft völlig unterschiedlichen Sitzkomfort. Testen Sie deshalb ausführlich, ob Sie sich in einem Polstermöbel rundum wohlfühlen.

Anders als bei technischen Geräten sind Gütesiegel oder Tests als Entscheidungshilfe in der Möbelbranche Mangelware. Allein auf hübsche Prospekte, die die Vorzüge in den Vordergrund stellen und die Nachteile verschweigen, sollte man sich nicht verlassen.

Dabei kommt es vor allem bei Polstermöbeln auf das unsichtbare Innenleben an. Gute (oder schlechte) Qualität steckt bei Polstermöbel vorwiegend verborgen im Innenleben und macht sich erst nach längerem Gebrauch bemerkbar.

Gute Beratung ist also unerlässlich. Informieren Sie sich eingehend über die infrage kommenden Polstermöbel. Eine gute Hilfe bietet das Buch „Möbel kaufen“ der Stiftung Warentest. Einen verlässlichen Qualitätsstandard erfüllen die mit dem „Goldenen M“ der DGM ausgezeichneten Möbel.

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